Sonntag, 7. Oktober 2007

Endlich ein update

Nach schon fast drei Wochen kommt hier endlich wieder ein Update. Also für alle die sich schon gewundert haben, ob ich noch lebe: Es geht mir gut und ich bin eigentlich ganz glücklich mit meinem Leben hier. Leider habe ich aber nun doch mein Versprechen gebrochen, jede Woche zu bloggen. Naja, ich werde in Zukunft probieren regelmäßiger kurze Einträge zu schreiben.
Nach einer ziemlich aufregenden Anfangsphase ist das Leben hier nun ein bisschen ruhiger geworden und der Staub hat sich schon ein bisschen gelegt. Den Stundenplan und meine Arbeitszeiten habe ich jetzt eigentlich schon recht gut im Kopf und schön langsam kommt auch eine Art Rhythmus in die Woche. Trotzdem muss ich aber hart an meiner Disziplin arbeiten, denn da recht wenig freie Zeit übrig bleibt muss ich das was ich habe gut ausnützen.
Heute morgen war ich das erste mal in einer der so genannten Megachurches in Dallas, nämlich dem Potter's House (das Töpferhaus), circa 10 Minuten vom Campus entfernt. Also wenn man den Hügel hinunter fährt wird man gleich einmal geblendet vom riesigen Parkplatz den die Gemeinde hat. Dummerweise ist aber der Highway zwischen dem größeren Teil des Parkplatzes und deswegen muss die Dallas Police den Verkehr andauernd anhalten und kontrollieren. Die Gemeinde ist wirklich ohne Übertreibung riesig. Auf der kleinen Broschüre die ausgeteilt wurde, war von 30000 Mitgliedern die Rede und am Gottesdienst selbst nahmen mindestens 10000 Leute teil (ich bin ein bisschen schlecht im Schätzen von so großen Menschenmengen), wobei die Minorität in dieser Gemeinde eindeutig die Weißen sind. Was für ein Rauschen entsteht, wenn 10000 Leute gleichzeitig eine Bibelstelle aufschlagen, geschweige denn aufstehen und klatschen kann man sich kaum vorstellen. Die Predigt war für mich erstaunlich gut, denn eigentlich hatte ich schon einige Vorurteile gegenüber solchen Gemeinden. Man könnte schließlich annehmen, dass um mehr Mitglieder zu locken, nur noch über Wohlstand, Frieden und ein angenehmes Leben gepredigt wird, statt über die Disziplin und die Opferbereitschaft die ein Leben in der Nachfolge von Jesus Christus erfordert. Die Predigt wurde natürlich von zig Kameras live über Satellit/Internet und Radio übertragen. Das schwierige Ding war am Ende eigentlich nicht aus dem Gebäude herauszukommen, die Eingänge sind wirklich für einen Ansturm von Menschenmengen ausgelegt, sondern das Auto im Parkplatz wiederzufinden und dann durch den lokalen Verkehrsstau herauszufinden.
Damit muss ich für dieses Mal auch schon wieder Schluss machen. Das nächste Mal werde ich wieder ein bisschen über das Leben hier am Campus erzählen und vielleicht auch noch ein paar Bilder uploaden. Zum Schluss gibt es hier aber noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang in Dallas, von unserem Balkon aus aufgenommen.
btw durch Klicken auf die Bilder kann man die Bilder auch in einer höheren Auflösung ansehen.


5 Kommentare:

farmer hat gesagt…

Hey El! Schön, wieder was zu lesen hier - aber stress dich nicht. Wenn du schreibst, schreibst du :)
Diese großen Gemeinden sind wirklich ein Ding für sich - in so einer großen war ich noch nie. Die größte wo ich dabei war, war einmal eine evangelistische Predigt der sydney christian city church, ein einschneidendes Erlebins - ich glaub es war sogar der Pastor aus der Gemeinde, wo du warst: T.D. Jakes.

Anonym hat gesagt…

Also grossartig diese Gemeinden ,ich glaube ich hab die schon im Fernsehen gesehn.

mastermurx hat gesagt…

hui.....Emanuel....wir ham hier in Österreich den ersten Schnee...hehehe....kein Scherz...sure

btw: ich hab den Amis wieder mal geschrieben.....schöne Grüße von Emily....wir sollen sie besuchen kommen :-)

LG

MMH

mastermurx hat gesagt…

weil ichs grad seh....

gute Nacht :-) bei dir is ja jetzt erst kurz nach 1 Uhr

ooormmm

karin hat gesagt…

Wahnsinn! Bei so großen Gemeinden fühlt man sich wahrscheinlich manchmal a bissl winzig. Aber ich stell's mir schön vor, mit sovielen leuten godi zu feiern! lg karin (=engaged with farmer - nur falls du nicht weißt, wer ich bin ;) )