Samstag, 16. August 2008

Colorado Nr. 3

Bald nach dem Aufstieg auf das Plateau fanden wir dann auch endlich unseren Pfad, aber leider hatten wird durch den zeitintensiven Umweg einige Stunden verloren. Am Plateau selbst war der Pfad dann auch besser markiert durch Steinhaufen von Zeit zu Zeit und zwischendurch gab es sogar einen gut verfolgbaren Trampelpfad.

Dinosaurier
An einer Stelle kamen wir dann auch über teilweise vom Gras bedeckten uralten Felsplatten aus hartem Granit und zuerst dachte ich mir nichts dabei, aber als ich beim Gehen den Boden vor meinen Füssen begutachtete vielen mir einige merkwürdige Eindrücke in den harten Granit auf, wie zum Beispiel derjenige aus dem Fidji unser Hund trinkt in diesem Bild:

Man beachte bitte, dass der Eindruck im unteren Ende des Bildes sehr stark dem Abdruck eines einfachen menschlichen Schuhs ähnelt, wie ihn Menschen in der Steinzeit getragen habe könnten. Auf die Abdrücke aufmerksam geworden begutachtete ich die Steinplatte auf der ich stand ein wenig genauer und fand einige seltsame Spuren, die ich keinem mir bekannten Tier zuordnen konnte.

Auf diesem Bild scheint man ziemlich gut einen Fußabdruck von einer größeren Kreatur zu sehen, die drei ziemlich große Zehen oder Klauen zu haben schien. Das einzige größere Raubtier in dieser Gegend ist der Bär und dessen Fußabdruck hat fünf Zehen nicht drei und schaut überhaupt ganz anders aus, wie man auf dem folgenden Bild, dass ich von wikipedia habe, sieht:


Der Abdruck im ersten Bild alleine wäre für mich schon recht beeindruckend gewesen, aber dann fand ich noch weitere Abdrücke, die ein ähnliches Muster aufwiesen:


Im letzten Bild sieht man dann auch meinen Fuß im Vergleich zu einem dritten Fußabdruck den ich fand. Es muss also ein Tier gewesen sein, dass mindestens so groß wie ein Mensch, wenn nicht ein ganzes Stück größer war.

Meine einzige Schlussfolgerung ist, dass auf dieser alten Granitsteinplatte wirklich die Eindrücke von Dinosauriern versteinert wurden, die vor tausenden Jahren durch diese Gegend gezogen sind. Da ich auf der selben Platte auch den Eindruck eines Menschen fand ist damit gleich mal wieder die Evolutionstheorie widerlegt ;-) Naja ob die Eindrücke wirklich von Dinosauriern und Menschen waren kann ich nicht sagen, aber interessant sind sie allemal.
Doch weiter ging unsere Reise über das karge Hochland der Rocky Mountains, mit dem Ziel wenigstens Trail Lake vor dem abendlichen Regen zu erreichen:

Auf dem Weg sahen wir dann endlich auch ein bisschen Wildleben in Form von Murmeltieren. Allgemein kann ich sagen, dass das Wild hier in Amerika deutlich weniger Scheu vor dem Menschen hat und ich konnte mich an dieses Murmeltier sogar auf circa 5 Meter anpirschen, bevor es in sein Loch verschwand:


Da es dann schon so spät am Nachmittag war, kamen wir dann doch in den Regen und mussten unsere Ponchos (mexikanisch geschnittene Regenmäntel) verwenden um nicht nass zu werden. Gott sei Dank währte der Regen aber nur für eine Stunde und nachdem wir die Flut unter einem Steinvorsprung ausgeharrt hatten ging es wieder weiter. Auf dem folgenden Bild sieht man Josiah mit einem Regenbogen im Hintergrund:


Nach einigen weiteren Stunden Marsch erreichten wir dann endlich Trail Lake auf einer Höhe von 12000 feet (3700 Meter) wo wir unser Lager für die Nacht aufschlugen:

Bald kam mit dem Sonnenuntergang auch der Nebel herein und nach einem frugalen Mahl begaben wir uns in unsere Zelte. Dusche gab es natürlich keine, höchstens einen Bach an dem wir uns ein bisschen waschen konnten. Elektrizität natürlich auch keine, deswegen fiel die Rasur auch gleich aus und so begaben wir uns unrasiert, stinkend und verschwitzt in unsere Schlafsäcke. Durch die große Kälte in der Nacht schlief ich auch in langer Hose, Pullover, zwei paar Socken und einer aus einem T-shirt improvisierten Mütze, wodurch ich aber schön warm gehalten wurde und mich bis Sonnenaufgang ausschlafen konnte.
Da auch dieser Eintrag schon wieder lang geworden ist werde ich den dritten und letzten Tag der Tour auf "Colorado Nr. 4" verschieben müssen. Um weiterzulesen bitte hinaufscrollen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn da wirklich Saurier-Spuren in den Felsen waren, dann war es sicher kein Granit. Granit ist ein Tiefengestein. Es dürfte eher Sand- oder Kalkstein gewesen sein.

goatsitter hat gesagt…

Hmm. ich bin mir da nicht so sicher. Kalk und Sandstein haben ja die Eigenschaft wasserdurchlaessig zu sein und wenn ich mich richtig erinnere haben sie auch eine recht hohe Korrosionsrate. Es waere fast ein Wunder wenn sich Dinosaurierspuren fuer so lange Zeit halten wuerden in solch einem Gestein. Von der Form und Festigkeit des Felsens her wuerde ich auch sagen, dass es kaum ein solch weiches Gestein war, ich koennte mich aber irren, Gesteinskunde ist schon recht lange her.