Samstag, 16. August 2008

Colorado Nr. 4

Demjenigen der die vorhergehenden Einträge "Colorado Nr. 1-3" noch nicht gelesen hat, empfehle ich weiter unten auf der Seite mit dem Beginn der Geschichte anzufangen.

Der dritte Tag
Früh am Morgen ging dann auch die Sonne in einer nebelverhüllten Landschaft auf, die alles in ein seltsames weißes Licht tauchte und einer Mondwüste sehr ähnlich machte.

Durch die vielen Umwege am ersten und zweiten Tag blieb uns fast die Hälfte des Weges für den dritten Tag über und während einem kurzen Frühstück diskutierten wir darüber, ob es nicht doch sinnvoller wäre einen vierten Tag einzulegen. Nahrung hatten wir schließlich genug, die meisten waren nach der großen Erschöpfung der Tage sowieso nicht in der Lage gewesen viel zu essen. Schließlich beschlossen wir es einfach so zu nehmen wie es kommt und auszuprobieren wie weit wir kommen würden. Der Weg stellte sich dann auch hauptsächlich als Abstieg dar und bald kamen wir von den Schneefeldern über der Baumgrenze

wieder in die bewaldeten Niederungen, wo das Gras mehr einer blumigen Alpenwiese glich aber leider auch wieder Mücken in Scharen kamen.
Dieses Bild zeigt meinen Freund Isaiah und den Wald durch den der größte Teil des dritten Tages ging.

Hier auch eines der eher gelungenen Bilder von der Fauna und Flora in Colorado:


Nach ungefähr vier Stunden zügigen Marschs, es ging schließlich bergab, kamen wir zu unserer letzten Mittagsrast an einem weiteren See (dessen Namen ich leider vergessen habe ;-) ) Das folgende Video wurde von Eli während der Rast gemacht. Leider gibt es keine Untertitel in Deutsch dazu, ich hoffe eure Englischkenntnisse verraten euch wenigstens ein bisschen um was es geht.

video

Die nächsten paar Stunden nach dem See stellten sich als relativ angenehm heraus. Wir hatten ein recht zügiges Tempo von etwa 5-6 km/h, aber der Weg war meistens einfach zu finden, gut ausgetrampelt und auch halbwegs gut markiert durch Steinhaufen. Auf dem folgenden Bild sieht man wie sich die Landschaft von dem kargen Hochland zu den feuchten Gebirgstälern veränderte:


Rech oft gab es auch kleinere Bäche zu überqueren, wie in dem folgenden Bild:


Später am Nachmittag trafen wir dann an einer Stelle wo sich der Bach tief in den Felsen eingeschnitten hatte auch auf die ersten Leute unserer Ausgangstruppe. Josiahs Frau Hennah, die nicht mitkommen konnte wegen ihrem Baby Eden und Zion, der sich just am Vorabend der Tour den Knöchel verstaucht hatte kamen uns entgegen. Auf dem folgenden Bild sind übrigens sieben verschiedene Leute zu finden. Wer alle sieben findet kann mir ein Kommentar hinterlassen.

Die Felswände dort eigneten sich auch vorzüglich zum "free climbing", was wir auch taten, obwohl es wahrscheinlich ein bisschen riskant war 10 Meter über einem reißenden Bach auf einer senkrechten Felswand herumzuklettern.

Da mir die meisten der dort heimischen Pflanzen unbekannt waren, habe ich dann auch gleich davon ein paar Fotos gemacht:


Kurz danach hatten wir dann endlich auch die Talsohle erreicht und der Weg ging nicht mehr so steil auf und ab. Auf dem folgenden Bild ist zu beachten, dass wir während der Wanderung auf dem Hochplateau teilweise sicher zweimal so hoch waren wie der Berg im Bild:



Bis zu dem Bach im nächsten Bild, auf dem wir tatsächlich unsere Schuhe ausziehen mussten, da er zu tief war, blieb die Gruppe auch noch relativ gut zusammen:


Doch danach beschlossen Isaiah und ich den vorauseilenden Malachi einzuholen, da der Weg zum Ziel nicht mehr lang sein konnte. Nach drei Tagen Marsch auf mindestens 100 km waren wir tatsächlich so verrückt und wetteifernd um mit schwerem Gepäck die letzten paar Kilometer zu laufen. Malachi kam auf seinen langen Beinen schließlich doch noch als erster ins Ziel und ich ließ Isaiah den Vortritt, da ich am Abend unbedingt etwas essen wollte. Ich kam dann schließlich als dritter ins Ziel, wo uns die Eltern und kleineren Kinder der Familie mit dem Truck erwarteten. Im Laderaum des Trucks ging es dann noch für ein gutes Stück bergab, bis wir in einem kleinen Restaurant endlich wieder eine warme feste Mahlzeit zu uns nehmen konnten.


Müde und erschöpft kamen wir spät am Abend in unserem Campingplatz an und schliefen dann auch tief und fest bis zum nächsten Morgen.

2 Kommentare:

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nathi hat gesagt…

eli so cool,.... freut mich würkläch, dass du so nä guäti zit hesch der u so viu darf gseh... sehr genial. Dr blog hesch o gut gmacht... nathi